Übrig blieb ein moosgrüner Apfel
Gedichte und Prosa
Artmann, H. C.; Thanhäuser, Christian; Setz, Clemens J. (Nachwort)
07.03.2021, 97 S., Gebunden, (Insel Verlag)
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Bestell-Nr. 9783458194934

14,00 EUR

Magische Dinge geschehen in diesem Buch: Ein Schierling wird entgiftet, Küsse werden gegen Beeren getauscht, und der Farn redet mit Zungen. Und überall sprießen die Knospen, stehen die Blüten in voller Pracht und leuchten die Früchte. Es sind die schönsten Naturgedichte und Prosastücke H. C. Artmanns, die dieser Band versammelt. Und sie zeigen den österreichischen Dichter in seiner ganzen Poesie: als Sprachzauberer, der sich an den Traditionen bedient und aus fremden Sprachen und Dialekten schöpft, aber auch in klassischer, formvollendeter Sprache dichtet. Dass sein Zauber unvermindert fortwirkt, ist sich Clemens J. Setz beim Aufsagen der Verse und Zeilen sicher. Das zeigen aber auch die Holzschnitte von Christian Thanhäuser, die zu den Gedichten entstanden sind. Artmann, den Dichter, erleben wir hier als Artmann, den Botaniker.
 

Hans Carl Artmann, geboren 1921 in Wien und verstorben 2000 ebenfalls in Wien, geriet 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft, wo er als Dolmetscher tätig war und zu schreiben begann.




Christian Thanhäuser, 1956 in Linz geboren, gründete 1989 auf Anregung von H. C. Artmann eine eigene Handpressenwerkstatt, in der Edition Thanhäuser erschienen seitdem exklusive, meist zweisprachige Publikationen, darunter die renommierten Ranitz-Drucke. Seine Holzschnitte zu Robert Walsers Theaterstück Der Teich und zum Spaziergang wurden 2014 im Kunstmuseum Bern ausgestellt, Thanhäuser lebt in Ottensheim/Oberösterreich.




Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren, wo er Mathematik sowie Germanistik studierte und heute als Übersetzer und freier Schriftsteller lebt. 2011 wurde er für seinen Erzählband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Sein Roman Indigo stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012 und wurde mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2013 ausgezeichnet. 2014 erschien sein erster Gedichtband Die Vogelstraußtrompete. Für seinen Roman Die Stunde zwischen Frau und Gitarre erhielt Setz den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2015. Mit Vereinte Nationen war Setz 2017 und mit Die Abweichungen 2019 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Sein neues Buch Die Bienen und das Unsichtbare erscheint im Oktober 2020.


 



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